They call me Mr. Bassman....

Mein Name ist Bert Gerecht und ich bin ein Bassoholiker... Das ist aber nicht so schlimm wie es sich anhört. Ich kenne viele die die gleichen Symptome haben: es juckt wenn man Musik hört, es kratzt wenn man ein bassähnliches Instrument sieht, und man ist geneigt, viel Geld für lustige Instrumente und Geräte auszugeben... Man lebt in einer Welt der tiefen Töne, aus der es kein Entrinnen gibt...

Viele kennen mich noch aus der Zeit von MR. BASSMAN in Frankfurt. Angenervt von einem langweiligen Musikpädagogik-Studium, fühlte ich mich nunmehr berufen, die Menschheit glücklich zu machen mit bassigen Gerätschaften.  Ich mietete einen Laden in der Bornheimer Landwehr in Frankfurt-Bornheim, stellte ein paar Bässe ins Schaufenster und fing zum 1.8.1980 einfach an.

Das ging auch gleich gut los, viele Bassisten besuchten den Laden, und nach einem Jahr hatte ich vier Mitarbeiter und mietete das obere Stockwerk als Lager und Werkstatt an. Es wurde richtig Arbeit! Mehr als ich gedacht hatte.... morgens früh raus und abends spät war ich immer noch zugange.... wäre ich vielleicht doch lieber Lehrer geworden? Tiefe Befriedigung fand ich in der Produktion von Mr. Bassman Bässen, Instrumenten nach Kundenwunsch, in die ich meine Erfahrungen von zehn Jahren Schraubarbeiten an meinen eigenen Bässen voll einfliessen lassen konnte.

Ein wenig später entdeckte ich meinen Hang zur schreibenden Zunft und erarbeitete die Konzeption für mein erstes Bassbuch, die "Bass-Bibel". Daraus entstand die Idee zur allerersten Bass-Zeitschrift, ich gründete einen Verlag und beglückte den Blätterwald mit dem RASENDEN BASS-BOTEN. Und begann, auch für andere Hefte bassiges Zeug zu schreiben. Da der Tag nur 24 Stunden hat, verkaufte ich den Laden an meine Partner, um mehr Zeit für meine Musik und den Journalismus zu haben.

Als dieser Anfall vorüber war, wurde ich Musikproduzent, gründete das Label HOT WIRE RECORDS und schenkte der Menschheit BASS-TALK und viele andere basslastige CDs. Meine Bass-Bibel Texte verarbeitete ich zu "BASS-TALK! Das Buch", das 1991 beim Bund Verlag erschien. 

Meine Erfahrungen als Labelinhaber und Musikproduzent schrieb ich in "Die eigene Musik auf CD!" nieder, 1992 beim LEU Verlag erschienen. Zu diesen Themen wurde ich auch als Dozent auf diverse Seminare und Workshops eingeladen. Aber dann kam das Internet, und die Welt veränderte sich. So musste ich den Niedergang der CD und den Aufstieg der Download-Portale und Online-Shops miterleben und verausgabte mich total. 1999 suchte ich dringend ein neues Betätigungsfeld. Ich wollte an etwas arbeiten, das nicht so leicht zu kopieren und kostenlos weiterzugeben war.

Ich kam zurück zu dem, wass ich schon seit 1980 bei MR.BASSMAN gemacht hatte: hochwertige Bässe nach Kundenwunsch herzustellen. Bye bye, Hot Wire Records, aber... hello, Hot Wire Bass!

Jeder Hot Wire Bass ist ein handgemachtes Einzelstück.