Berts Bassic Life
Bert Gerecht, Jahrgang 1951, entdeckte 1963 mit den Beatles seine Liebe zur Musik und griff spontan zur Gitarre. Nach zahlreichen Trockenübungen im Keller seines Elternhauses in Kelkheim/Ts. wurde er 1968 Bassist und spielte seine ersten professionellen Jobs in Showbands (Six O´Clock Soul Express, Preachermen, Foxhunters Showband) in amerikanischen Clubs in ganz Deutschland. 1971 wurden ihm die Tourpläne zu stressig, und er verlegte sich auf Sessions mit lokalen Acid-Rock und Brass-Rock-Bands.
Nach seiner Ausbildung zum Pharma-Großhandelskaufmann ging er 1972 zum Hessenkolleg Frankfurt und machte dort 1975 das Abitur. Während dieser Zeit entdeckte er den Jazz und war zu nächtlicher Stunde immer in Sachen Musik in diversen Formationen zugange.
Von 1977 bis 1981 studierte er Musik und Englisch an der Universität in Frankfurt, spielte den Bass in der Uni-Big Band und gründete 1980 den kultigen Spezialisten-Bassladen "Mr. Bassman", der bald über die Grenzen Deutschlands bekannt wurde.
Auch die lustigen Anzeigen sorgten für Gesprächsstoff. Bis 1986 entstanden auf Kundenwunsch an die einhundert "Mr.Bassman-Bässe", diese wurden vor Auslieferung von Bert ausgiebig getestet mit diversen Bands in den verschiedensten Stilen (Rock ´n´ Roll, Rock, Punk, Jazz, Blues).
In den frühen 1980ern wurden in den Studios in Frankfurt viele Neue Deutsche Welle Titel produziert, und die Bassisten trafen sich bei Mr. Bassman. Die Nähe zu grossen Gig-Venues tat ein übriges, so konnte Bert während dieser Zeit bereits viele Kontakte zu internationalen Bass-Größen knüpfen.
1986 wurde ihm das Bässe verkaufen langweilig, und er veräusserte den Laden an seine Partner und wurde Musikjournalist. Mit dem damaligen Drummer der Matchbox Bluesband gründete er den "G&F"-Verlag und gab die wohl weltweit erste Bass-Spezialzeitschrift "Der Rasende Bass-Bote" (später German Bass Magazine) heraus. Er war Bass-Tester der ersten Stunde für das Musiker-Magazin, das bald darauf Gitarre & Bass heissen sollte. 1987 erhielt Bert das Angebot, auch für das Fachblatt zu schreiben.
Der "Bass-Bote" fand zwar begeisterten Zuspruch unter den Bassisten, leider aber nicht genügend Resonanz von Seiten der zahlungskräftigen Anzeigenkunden. 1991 erschien die letzte Ausgabe, zu der Zeit hatte Bert aber den "G&F" Verlag bereits verlassen, um seine erste CD "Bass-Talk" in Ruhe produzieren zu können.
Bert Gerecht schöpft aus über 30 Jahren Erfahrung in der Arbeit mit vielen Bands in diversen Stilrichtungen. Er spielt Bass und Gitarre und arbeitet mit Samples und Beats am Computer, produziert im eigenen Studio jazzig angehauchte Dance-Tracks. Er arbeitete neben seiner Schreibe auch als Produktspezialist für Firmen wie Peavey, Solton, Pyramid und Saris Music(NL) im Bereich Künstlerbetreuung und Anzeigengestaltung und entwickelte Marketingkampagnen, Anzeigen, Broschüren und Handbücher (z.B. für die Peavey DPM3 Workstation).
Als Sohn einer holländischen Mutter und eines deutschen Vaters spricht und schreibt Gerecht fließend Deutsch, Holländisch und Englisch. Er wohnt mit seiner Frau und zwei Söhnen auf einem Bauernhof in der Pfalz. Mittlerweile hat Herr Gerecht auch seinen erlernten, aber nie ausgeübten Beruf wiederentdeckt und unterrichtet im PES-Programm Englisch und Musik an Haupt- und Realschulen.
Bert Gerecht schrieb hunderte von Artikeln, Interviews, Testberichten, Workshops und CD-Rezensionen für die Zeitschriften Musiker Magazin, Fachblatt, Solo, Gitarre&Bass, Keys, Soundcheck, the Bass, Bass Professor, Feedback, DRMV Musiker und auf internationaler Ebene auch für Guitar Player (US), Bass Player (US), Bassics (US) und Music Maker (NL).
